Blutbilder  - das Non-Plus-Ultra oder nur eine Momentaufnahme
Ich denke je nach Fall und Situation trifft beides zu. Jedes Blutbild ist zwar "nur" eine Momentaufnahme, aber sie kann durchaus sehr aussagekräftig sein. Wären sie aussagelos, würde kein Mediziner damit arbeiten.
Blutbilder bieten bei der Interpretation eine große Spielfläche, besonders da, zumindest bei den Vet-Laboren, jedes seine eigenen Reverenzwerte hat. Diese Werte können sich unter Umständen ein wenig oder gar nicht, oder ganz gewaltig unterscheiden.
 
Was zum Himmel soll das heißen?
Das fragt sich nahezu jeder Pferdehalter, wenn das Ergebnis einer Blutuntersuchung vorliegt.
Erschwert wird das Verständnis durch lapidare Aussagen von Tierärzten "Das Pferd hat Zinkmangel", oder "der CK-Wert ist erhöht". Was das genau für das Pferd und seinen Halter bedeutet erfährt kaum einer, vielleicht noch "dann geben Sie Das und Das", oder gar " da holen Sie sich einfach ein Zusatzfuttermittel" .
Wer wurde schon mal im Rahmen der Blutbildbeurteilung nach Fütterung und Arbeitsbelastung das Pferdes gefragt? Ich nicht und, soweit ich das weiß, kaum ein anderer Pferdehalter. Dabei ist das gar nicht unwichtig. Denn einige Parameter werden mehr oder minder deutlich durch 
   Rasse

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letzte Überarbeitung: 08.10.2011

   Tageszeit
   Futteraufnahme
   Körperliche Belastung
   Alter
  Erregung (Stress / Freude)
   oder die Gabe von Medikamenten beeinflusst
  Geschlecht, aber nur minimal außerhalb der Trächtigkeit
 
Ein weiterer Punkt, der oft nicht genügend Beachtung findet, ist dass zwar die einzelnen Werte beurteilt werden, jedoch die Abhängigkeiten untereinander kaum betrachtet werden.
Sehr nett ist es auch immer, wenn Ernährungsaussagen, wie oben erwähnter Zinkmangen, benannt werden ohne das die zugehörigen Parameter überhaupt getestet wurden. Des Weiteren verfälscht jede Stunde der Lagerung und jede Temperaturveränderung einige Werte. Kein Kunde erfährt was mit der jeweiligen Blutprobe genau passiert, zwischen Entnahme und Auswertung.
 
Warum ein Blutbild anfertigen lassen - und was soll getestet werden?
Die meisten Blutbilder werden gemacht, weil der Tierarzt nichts finden kann oder weil der Pferdehalter drauf besteht.
Was der Tierarzt untersuchen lassen wird, wird nur seltenst mit dem Halter des Pferdes abgesprochen, wenn dieser nicht besondere Wünsche hat. Auf diese Extrawünsche muss er dann auch noch oft nachdrücklich bestehen.
Ein kleines Blutbild ist nur wenig aussagekräftig.
Die nächste Stufe wäre das Differenzialblutbild bezüglich der Leukozyten. Hier kann schon wesentlich mehr über die funktionierende oder eben auch nicht funktionierende Immunabwehr abgelesen werden.
Dann gibt es noch das große Blutbild. Es umfasst, mehr oder minder umfangreich, die metabolite Chemie, die Enzyme - auch klinische Chemie bezeichnet, die Elektrolyte und die Varia.
Im Ganzen könnte man um die 200 Parameter untersuchen, nur wer soll das dann noch bezahlen können?
Was nun untersucht wird hängt von vielen Faktoren ab. Welche Symptome zeigt das Pferd, was vermutet der Tierarzt, soll auch noch der Versorgungszustand getestet werden?
Dazu muss man erstmal wissen, an welchen Werten sich was ablesen lässt.
Parameter Einheit(en) Organverteilung und Diagnostische Bedeutung Erhöhung Verringerung
Hämatokrit % Blutdicke,
Anteil der festen Blutbestandteile (rote Blutkörperchen)
evtl. viel Harnausscheidung, Hämokonzentration, Polyglobie
(Vermehrung der Erythrozyten zum
Ausgleich eines äußeren oder inneren Sauerstoffmangels / Kompensation durch Vermehrung
der Sauerstoffträger = kompensatorische Polyglobulie, z.B. bei: 
- Aufenthalt in großen Höhen
- Lungenerkrankungen (Emphysem, Fibrose, Stauung)
- Herzfehler mit Mischblut
- Eindickendes Blutes bei großem Butverlust (Pseudopolyglobulie))
evtl. zuwenig Wasseraufnahme?, deutet auf Anämie hin, zeigt Eisen-, Folsäure, Vitamin B12mangel an, Stoffwechselprobleme
Hämoglobin g/dl   mmol/l Blutfarbstoff,
ist für den Sauerstofftransport im Blut verantwortlich,
enthält viel Eisen
evtl. viel Harnausscheidung, Hämokonzentration (Bluteindickung durch gestörten Wasserhaushalt / Speichervermögen des Organismus), Polyglobie (s. o.) evtl. zuwenig Wasseraufnahme?, deutet auf Anämie hin, zeigt Eisen-, Folsäure, Vitamin-B12mangel an, Stoffwechselprobleme
Erytrozyten T/l rote Blutkörperchen,
Sauerstofftransport, Kohlendioxydtransport, Knochenmarksbildung
Abbau in der Milz
Hämokonzentration, Polyglobie (s. o. in Verbindung mit Erhöhung des Hämatokrit)

Falsch-Erhöhung bei zu geringer Wasseraufnahme und / oder Durchfall

zeigt Eisen-, Folsäure, Vitamin B12mangel an (Entstehung einer Anämie), Stoffwechselprobleme
Leukozyten G/l weiße Blutkörperchen (Fresszellen / Gesundheitspolizei)
Bestehen aus verschiedenen Typen (siehe Differenzierung)
bei allergischen Reaktionen, Vergiftungen, bakteriellen Infektionen, Entzündungen, Lungenentzündung, Leukämie, auch in der Genesung bei viralen Infekten, Typhus, Blutkrankheiten, Endotoxinwirkung, toxische Schäden, Strahlenschäden
MCH (HbE) pg     Hypochromasie (meist Folge von Eisenmangel)
MCHC g/dl     Hypochromasie (meist Folge von Eisenmangel)
MCV fl   Makrozytose (häufig bei Mangelanämie, Leberschäden, Nikotinvergiftung, Alkoholmissbrauch, Vitamin B12 und Folsäuremangel) Mikrozytose
Thrombozyten G/l  

(/ul   %)

Blutplättchen

(in der Differenzierung)

nach schweren Infektionen und großen OPs, Krebsmetastasen, Knochenmarksschädigung,  starkem Blutverlust
sehr stark erhöht = Thrombose (Blutstau)
 Vergiftung, Leukämie, Karzinome, Infektionen

sehr stark vermindert drohen innere Blutungen
Neutrophile Stabkernige /ul   % ein Zelltyp der Leukoyten bestätigen, dass im Körper eine Entzündung abläuft, Stresssituationen (innere Blutungen, operative Eingriffe), Trächtigkeit bei körperlicher Belastung, Stoffwechselerkrankungen, Vergiftungen, Leukämie, bei eitrigen Infektionen, Linksverschiebung, myeloische Leukose zu Beginn von Infektionen
Neutrophile Segmentkernige /ul   % ein Zelltyp der Leukoyten bestätigen, dass im Körper eine Entzündung (besonders bakteriell- eitrige) abläuft, Stressistuationen (innere Blutungen, operative Eingriffe), Trächtigkeit bei körperlicher Belastung, Stoffwechselerkrankungen, Vergiftungen, Leukämie, Virusinfektionen, bakterielle Toxine, aplastische Anämie
Eosinophole Granulozyten /ul   % ein Zelltyp der Leukoyten Infektionen (Druse), Vergiftungen, Allergien, Hautprobleme, Endoparasieten, Ektoparasieten Glukokortikoid-Hochstand
Basophile Granulozyten /ul   % ein Zelltyp der Leukoyten Eisprung, Trächtigkeit, Darmentzündung, Leukämie, Schilddrüsenunterfunktion  
Monozyten /ul   % Fresszellen (ein Zelltyp der Leukoyten) Rekonvaleszens nach akuten Infektionen, Malaria, Krebserkrankungen
 
zu Beginn der Erkrankungen
Lymphozyten /ul   % ein Zelltyp der Leukoyten chronische (virale und bakterielle) Infekte, Leukose, Krebserkrankungen, stark erhöht bei pfeiferschen Drüsenfieber Stresssyndrom
Bilirubin mg/dl   umol/l Stammt zum größten Teil aus dem Abbau der Erythrozyten

Leber, Galle

Gelbsucht, akute und chronische Leberzirrhose, Vergiftung, Gallenwegsverengung bis       -verschluss, Tumore und Metastasen im Darmbereich und Magen, Arzeneimittel-Nebenbenwirkung  
Glukose mg/dl   mmol/l Blutzucker,
Bauchspeicheldrüse (Insulinproduktion)
Stresszustände, Glukokortikoidthrapie,      ZNS-Krankheit, Diabetes Arzneimittel (Blutverdünner, Entzündungshemmer), Tumore, Erkrankungen der Bachspeicheldrüse, hormonell bedingte Erkrankungen
Harnsäure mg/dl   umol/l Stoffwechsel-Endprodunkt das über die Niere ausgeschieden wird Übergewicht!, Leukämie, Krebstherapie, Tumore, Nierenfunktionsstörungen, Trächtigkeit, Entwässernde Mittel  
Harnstoff - N mg/dl   mmol/l Niere, Leber

Diagnostische Bedeutung:
Abweichung zeigt Nieren- und Leberstörungen

proteinreiches Futter, Schockzustände, Dehydration, Urämie (Harnvergiftung; Niereninsuffizienz), Herzschwäche, Arzneimittel / Gifte (Schmerzmittel, Entzündungshemmer, Antibiotika, Entwässerungsmittel, Krebsmedikamente) ungenügende hepathische Synthese

bei Untergewicht

Kreatinin mg/dl   umol/l entsteht in den Muskeln und wird über die Niere ausgeschieden proteinreiches Futter, Schockzustände, Dehydration, Nierenversagen, Muskelbewegung, Muskelverletzungen, Hormonschwankung, Diabestes  
Protein g/dl Diese Eiweiße transportieren Metalle, Hormone, Fette, Vitamine und Arzneimittel, übernehmen Aufgaben als Enzyme, Enzymblocker, Gerinnungsfaktoren, Antikörper, Hormone und Nährstoffe. Störungen weisen u. a. auf Veränderung der Ernährung und Wasserhaushalt hin. bei chronischen Entzündungen u. / o. Infekte, Überfütterung, schneller Gewichtsverlust, Wasserverlust (vermindertes Saufen), Durchfall, Knochenmarkserkrankungen Mangelernährung, Entzündungen (Magen-Darm, Niere), Krebs (Magen-Darm) Nierenproblemen, hoher Belastung, Dermatitis, chronische Magen-Darm- & Lebererkrankungen, Proteinverluste durch Proteinurie

Wert unter 4 = Blutverlust (Ödeme, Verletzung)
Albumin g/dl   umol/l   (%) Transporteiweiß für Nährstoffe, Hormone, Vitamine

Reguliert den Flüssigkeits- und Mineralhaustausch

Dehydrierung (Austrocknung) Lebererkrankungen, Unterernährung, Entzündungen, Nierenerkrankungen, Krebs
Cholesterin mg/dl   mmol/l Fette (Lipide)
Wichtig zum Aufbau von Vitamin D entsteht durch Neubildung in der Leber!
Übergewicht, Diabetes, Hormonstörungen, Lebererkrankungen, Schilddrüsenunterfunktion , Arzeneimittel: Kortison (evtl. ECS), Alkohol

Deutlich erhöhte Werte können zu Herzproblemen führen.

 
Triglyceride mg/dl   mmol/l Fette (Lipide) Hyperlipämie (schneller Speicherfettabbau), Diabetes, Übergewicht  
Cholinesterase kU/l     Intoxikation mit Organphosphaten & Karbamaton, Ektoparasitaria (Fliegensprays), Insektenvernichter für Haus & Garten, Verdacht auf Leberschäden mit eingeschränkter Funktionsleistung (nur mit anderen gestörten Leberwerten)
Cortisol ug/l   nmol/l      
Alkalische Phosphatase (ALKP / AP) U/l Enzym in Leber, Galle, Knochenzellen, Niere, Dickdarm


Diagnostische Bedeutung: Hepatopathien mit Cholestase, systemische Osteophathien, Ca/P - Mangelzustände, Gallen-, Leber-, Knochenkrankheiten

Lebererkrankungen, Gallenwegserkrankungen, Umbau- und Abbauprozesse im knöchernen Skelett (Frakturen, Osteoporose, Skelettmetastasen, Rachitis), Leberentzündungen, Arzemeimittel, Gifte (Alkohol)

Wachstum und Trächtigkeit ohne Krankheitswerte

 
a - Amylase U/l Bauchspeicheldrüse Gallenstau, Alkoholismus, Infekten der Ohr- und Bauchspeicheldrüse  
GLDH U/l Gehirn, Leber


Diagnostische Bedeutung: Hepatopathien mit Leberzellnekrose, Hepatitiden, Stauungsleber

   
AST (GOT) U/l   nkat/l Enzym in Leber, Skelett- und Herzmuskel, Gehirn

Diagnostische Bedeutung: Lebererkrankungen (Hepatopathien), Myophathien(Muskelentzündungen),

Erkrankungen von Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse

Isoliert erhöhter Wert = Herz-, Muskel- und Nierenschädigung (Herz meist bei gleichzeitiger Erhöhung von Creatinkinase)

GPT auch erhöht = Hepatitis, Alkoholismus, Vergiftung

 
ALT (GPT / OPT) U/l   nkat/l Enzym in das ausschließlich in der Zellflüssigkeit der Leber gelöst ist Leberschäden

GOT auch erhöht = Hepatitis (Leberentzündung (Wert höher als AST)) , Alkoholismus, Vergiftung

 
CK             (CPK aktiver) U/l Skelett- und Herzmuskel, Gehirn

Diagnosische Bedeutung: Myophathien(Muskelentzündungen)

Schlaganfall, Epilepsie, chronische Nierenprobleme, Herzprobleme, Muskelschäden, nach Intramuskulären Injektionen(!), großflächige Verletzungen  
SDH U/l      
LDH U/l Skelettmuskel, Leber, Erythrozyten
Diagnostische Bedeutung: Myopathien (Muskelentzündungen), Hepatopathien, Hämolyse
Myopathien (Muskelentzündungen), Hepatopathien, Hämolyse (Zerstörung roter Blutkörperchen), Lebererkrankungen, Anämie, Tumore, nach OPs  
y - GT U/l Leber, Niere, Gehirn, Bauchspeicheldrüse, Milz, Dünndarm

Diagnostische Bedeutung: Hepatopathien, Cholestasen

Lebererkrankungen, Gallenstau, Herzerkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck (besonders in Kombination Fettstoffwechselstörungen),  Tumore  
GGT U/l   nkat/l Enzym an Leber, Niere    
a-HBDH  U/l      
Calcium* mmol/l   mg/dl 99%iger Bestandteil der Knochen und Zähne

1% wird mit dem Blutstrom zu den div. Organen transportiert (davon 50 % in ionisierter Form frei, 45 % an Eiweiße und 5 % an Komplexe gebunden)

Nephropathien, Hypervitaminose D (Vit. D Überversorgung), Knochenerweichung bis -brüchigkeit, Harnsteinbildung, Knochenmetastasen, Schilddrüsenüberfunktion, Nierenerkrankungen Laktationstetanie, Transporttetanie, Knochenbrüchigkeit, Wachstumsstörungen, Stoffwechselstörungen, Darmentzündungen, Rachitis (Vitamin D-Mangel), Trächtigkeit (Unterversorgung), Nierenversagen, Schilddrüsenunterfunktion
anorganisches Phosphat* mmol/l   mg/dl   sekundäre Hyperparathyreoidismus, Darmsteinbildung, verminderte Spurenelementausbeute P-Mangelzustände, Fressunlust, Fruchtbarkeitsstörungen, Stoffwechselstörungen
Natrium* mmol/l   mg/dl Wasserhaushalt des Körpers ungenügende Wasseraufnahme, hypertone Dehydration, Durchfall (besonders bei Fohlen) Verluste durch Schwitzen, Niereninsuffizienz mit Polyurie, Muskelkrämpfe, Lecksucht, Leistungsschwäche, Durchfall, Hormonstörungen
Chlorid* mmol/l   mg/dl Bestandteil der Magensäure Gestörter Wasserhaushalt des gesamten Organismus Gestörter Wasserhaushalt des gesamten Organismus
Kalium* mmol/l   mg/dl   Azidose, Urämie, hyderkaliämische periodische Paralyse, Hämolyse, erhöhte Wasseraufnahme, verstärkte Zellregeneration (nach OPs) Alkalose, Durchfall, Muskelschwäche, Fresslust

 

Magnesium* mmol/l   mg/dl Muskel Niereninsuffizienz

 

Tetanien, Muskelkrämpfe, Nervosität, Appetitlosigkeit, Verspannungen, Schreckhaftigkeit, Leistungsschwäche, deutlich verstärktes Schwitzen, Schweratmigkeit, angelaufene Beine, häufiges unerklärliches Koliken (besonders bei Wetter-wechsel (Frühjahr / Herbst))
Eisen* umol/l   ug/dl   akute Leberentzündung, Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit), Folsäure-, Vitamin-B12-Mangel, Bleivergiftung, Porphyrie (chronischer) Blutverlust, Anämie, raues Haarkleid, Mangelversorgung, Magen-Darm-Entfernung (oder unnutzbar durch Geschwüre / Verletzungen, dadurch verminderte Ausbeute), Krebserkrankungen, Herzinfakt
Kupfer* umol/l   ug/dl   Leberstörungen Anämie, Pigmentverlust, Gelenkskrankheiten, gesteigerte Infektionsanfälligkeit
Zink* umol/l   ug/dl   verminderte Kupferausbeute, gesteigerte Eisen-, und Kupferausscheidung , gesteigerte Infektionsanfälligkeit, raues Haarkleid, abbrechende Haare, Fressunlust (bei Fohlen und Jungtieren Steigerung der OCD-Gefahr?) Parakeratose, Hautstörungen (Mauke, Ekzeme,  mattes, glanzloses Fell), ausbrechende Hufe, gesteigerte Infektionsanfälligkeit, Fruchtbarkeitsprobleme, Leberstörungen
Mangan* umol/l   ug/dl   Anämie  
Kobalt* umol/l   ug/dl     Anämie, Wachstumsstörungen, Hautveränderungen
Selen* umol/l   ug/dl   SE-Vergiftung, Arzneimittel, Aufnahme von SE-Speicherpflanzen, Haarausfall, gesteigerter Infektanfälligkeit, Hautstörungen, Skelett- und Herzmuskelveränderungen, schmerzende Muskulatur, Lahmheiten, Fruchtbarkeits- und Wachstumsstörungen, Leistungsschwäche, Ausschuhen der Hufkapsel Fohlen mit Selenmangel sterben innerhalb weniger Tage an der Weißmuskelkrankheit. Erwachsene Pferde zeigen den Mangel mit Haarausfall, gesteigerter Infektanfälligkeit, Hautstörungen, Skelett- und Herzmuskelveränderungen, schmerzender Muskulatur, Lahmheiten, Fruchtbarkeits- und Wachstumsstörungen, Leistungsschwäche
Die wichtigsten Anwendungen für die Enzymdiagnostik beim Pferd sind:
   Lebererkrankungen
   Skelett- und Herzmuskelerkrankungen
   Beurteilung des Trainingszustandes
Zur Beurteilung des Versorgungszustandes* wird die Elektrolyte untersucht.
Die umfassendsten Ergebnisse liefert die Untersuchung möglichst viele der Oben aufgelisteten Parameter.
Wechselwirkungen innerhalb der Versorgung können Veränderungen im Blutbild ergeben. Besonders solche, die nicht von Tierärzten beachtet werden.
Wenn Sie ein Blutbild anfertigen lassen, bestehen sie nach Möglichkeit immer darauf, das Eisen, Kupfer, Zink und Selen mitgetestet werden. So wird mancher Mangel als Überversorgung in anderen Bereichen entlarvt.
Fakt: Folge:
Hohe Kupferversorgung verstärkt Selenausscheidung
Cadmium, Schwefel reduzieren Selenaufnahme
niedriger Vitamin E - Gehalt erhöht den Bedarf an Selen (Einspareffekt des Vit. E)
hoher Vitamin E - Gehalt verstärkt Selenausscheidung
hoher Fusariumgehalt (Pilzgehalt) des Futters erhöht Selenbedarf
Phytinsäure hemmt Zinkaufnahme
Überhöhte Kupferaufnahme hemmt Zinkaufnahme
Stress, Infektionskrankheiten führen zu Abfall der Blutgehalte an Zink
Infektionen und  Entzündungen führen zu Erhöhung des Blutkupferspiegels
überhöhte Zinkzufuhr hemmt Kupferaufnahme
überhöhte Calcium und Eisenaufnahme hemmt Kupferaufnahme
hohe Schwefelgehalte der Nahrung hemmen Kupferaufnahme
Natriumselenit als Selenergänzung reduziert Kupferspiegel im Blut
überhöhte Kupferaufnahme erhöht Selenausscheidung
überhöhte Calciumzufuhr verschlechtert Kupferaufnahme
überhöhte Calcium - Phosphorversorgung hemmt Zinkaufnahme
Zinküberschuss verstärkt Ausscheidung von Kupfer und Eisen
Manganüberschuss verschlechtert Zink- und Kupferaufnahme
Selenmangel ist bestimmt vorhanden, wenn GOT, CK und y - GT zu hoch sind
überhöhte Zinkzufuhr  schwächt die Immunabwehr
Zinkmangel im Blutbild durch Stress, Schweiß,  erhöhte Arbeit, Cortison, zuviel Gras
Zinkmangel  durch Weizenkleie
Kupfermangel über Schweiß extrem selten, höchstens bei Renn- und Distanzpferden
nicht benötigte Zinküberversorgung bei Fohlen und Jungtieren könnte ein Mitauslöser für OCD sein
Eisenmangel im Blutbild kann durch Krankheit / Infektion verbraucht sein
Ich verfüge mittlerweile über die Reverenzwerte von über 15 deutschen Laboren. Teilweise unterscheiden sie sich gewaltig.