Roma & Ginostra

„Beim reiten ist Roma sehr triebig, obwohl sie eigentlich sehr rittig und durchlässig ist. 
Ihre Ausstrahlung spiegelt ihre Faulheit aber nicht wieder. Schon beim Führen (egal wohin) 
lässt sie sich ziehen, oder bleibt einfach stehen. Aber nicht nur das ist ein Problem, sondern 
auch ihr fehlender Schwung und ihre nicht ausreichende Elastizität. Da sie nur sehr langsam 
und ungern frisst, ist es nicht möglich ihr mehr Hafer oder ähnliches zu füttern. Das ist ein 
Problem, da ihre Leistung von stabilem L – Niveau weiter gesteigert werden soll."
Zitat aus dem Schreiben ihrer Reiterin. 
		
                                                             		Roma

Roma ist eine 13 jährige Westfalenstute von 166 cm Stockmaß, in gutem Futter- und Trainings-
zustand. Sie ist nach Aussage ihrer Reiterin stauballergisch, neigt zu Mauke, Kotwasser und Kolik. 
Ihr Stroh frisst sie mit gutem Appetit, ihr Kraftfutter lässt sie oft lange, manchmal sogar ganz, stehen. 

Fütterung bis 2006: 7,8 kg Krippenfutter (bestehend aus 3 kg ungequetschten Hafer & 4,8 kg pelletiertem 
Leistungsfutter), 100 g Mineralfutter, Weizenstroh als Einstreu, 10 Stunden Weidegang.

Analyse: Zu aller erst ist es ein kleines Wunder, dass Roma überhaupt eine so gute Figur abgibt.
Ihr Problem besteht darin, das sie die riesige Menge an Krippenfutter mit ihrem auf Raufaser aus-
gelegtem Darm nicht verarbeiten, und so auch nicht in Leistungsenergie, umsetzen kann.

Neue Fütterung: 2 kg Krippenfutter (bestehend aus 0,8 kg Hafer & 1,2 kg pelletiertem Leistungs-
futter), 100 g Mineralfutter, mindestens 6 kg Heu, bei Bedarf auch mehr Weizenstroh als Einstreu, 
10 Stunden Weidegang .

Fazit: 
Nach 3 Wochen: Roma frisst ihre Box nicht mehr leer, frisst mit gesundem Appetit ihr Heu, 
lässt nur sehr selten Krippenfutter über. 
Nach 5 Wochen: Krippenfutter ist fast auf die empfohlene Menge reduziert, sie lässt nichts mehr 
liegen und frisst gut 9 kg Heu und etwas Stroh. Auf der Weide kann sie wieder toben und 
Sozialkontakt aufnehmen. Sie läuft williger und erzielt auf Turnieren sehr gute Ergebnisse.




Ginostra (17 Jahre) wurde sehr ähnlich gefüttert, wenn auch mit weniger Krippenfutter (5,3 kg). 
Sie wurde eigentlich nur zur Analyse gegeben, weil sie, besonders im Winter, dazu neigte sehr 
dünn und rippig zu werden. Auch bei ihr half es das Futter umzustellen. Nun bekommt sie ein 
Seniorengerechtes Kraftfutter und Heu zu freien Verfügung. Danach ging sie noch ein paar Turniere, 
bevor sie nun nach einem Weideunfall in Rente ging und ihren Lebensabend bei ihren Besitzern 
genießen darf. 
		
				          Ginostra