Skotsh Hobby NL Im Besitz von Sonja Schmitt
 
Dieser schicke Hengst hatte einen unglücklichen Start ins Leben.
 
mit seiner Pflegerin Isabel bei der Pony-Trophy drei Wochen zuvor beim Fototermin
 
Um seine Geschichte zu erzählen muss ich deutlich weiter ausholen.
Am 08.07.2002 wurde das Hengstfohlen Santos van de Aanvangsweg  v. Hidalgo van Uilenbroek a. d. Ginny van de Aanvangsweg in den Niederlanden geboren. Er war mehr als nur ein freches Shettyfohlen. Er war ein echter Satansbraten. Ginny hatte bereits nach 6 Wochen die Faxen dicke und schlug ihn ab.
Der Züchter ließ den kleinen noch zwei Wochen weiter in der Stutenherde laufen, in der Hoffnung das es mit Mutter und Sohn, oder einer anderen Stute, doch noch was wird. - Es wurde nichts.
Am 9.9. wurde der kleine Satansbraten mit einigen Ponys eines Händlers auf einen Zweier-Pferdanhänger geladen. Am nächsten Morgen ging es sehr früh, um nicht zu sagen Mitten in der Nacht, auf die lange Fahrt nach Hamm in Westfalen zum traditionellen Pferdemarkt.
All dies heraus zu finden dauerte ca. 2 Jahre.
 
Am 10. 09.2002 wollten meine Freundin und ich mal wieder sehen was auf dem Pferdemarkt los ist und Bekannt treffen. Nebenbei wird natürlich das Auge für die Pferdebeurteilung kräftig geschult.
Wir sind extra mit meinen PKW statt mit Iris Transporter gefahren. Damit wir auch ganz bestimmt nicht dem Versuch geraten ein armes Tier oder sonstigen Kram zu kaufen. Als wir durch Zufall den Anhänger mit 4 Saugfohlen ohne Mütter entdeckten. Ein kleiner Rappe hatte einem Überbiss von gut und gerne 7 cm, zwei weitere waren so was von verrotzt, ... und denn dieses kleine, klapprige, halbverhungerte komisch grau-rote  Hengstfohlen mit den teuflischfrechen Augen.
Der Hänger bot ohne die Mittelwand und mit der offenen, durch ein Gitter gesicherte Rampe genügend Platz und Luft für die Zwerge. Einige Fragen bei Bekannten und Händlern hatte den Erfolg, das wir erfuhren das auf diesem Anhänger bei der Ankunft noch wenigstens eine Mini-Stute mit Fohlen, zwei Welsh A-Jährlinge und 3 weitere große Shetland waren.       Uns standen die Haare zu Berge!
Werder Heu oder Stroh, noch Wasser war für die Tiere vorhanden.
Es dauerte 5 Stunden Verhandlungen bis der Zwerg mein war. "Papiere? Nee, die hätte er nicht da. Er hätte eh nicht gedacht, das der den Transport Überstehen würde." Ich erhielt das Versprechen das er am nächsten Tag die Papiere mit der Post schicken würde - was natürlich nicht der Fall war. Es dauerte bis Mitte Oktober 2004 bis mir die Unterlagen vorlagen und ich die Geschichte meines jüngsten Zugang zusammen tragen konnte.
Der kleine Kerl musste natürlich mit!

  • Der Händler versuchte das Baby als 2jährigen Wallach zu verkaufen
  • Iris und ich waren uns sicher das er ca. 3 Monate und offenbar Hengst ist
  • Der Preis war unverschämt, aber im nachhinein jeden Cent Wert
  • Iris fuhr mit meinen Auto nach Hause um ihren Transporter zu holen
Ich war eigentlich auf dem Weg zu einem Kurs, also blieb Baby, wie wir den Kleinen kurzerhand nannten, bis zum Wochenende bei Iris.
So konnte Baby seine Schnodderseuche bei Iris soweit ausheilen, das die Infektionsgefahr gebannt war.
Kaum im heimatlichen Stall angekommen adoptiere Opa Moritz den kleinen Waisen. Er leistete in Gemeinschaftsarbeit mit den Anderen Ponys aller beste Dienste und ich war bis Weihnachten nur für die Flaschen- und bis März für Schüsselmilch zuständig.
Mir viel es ziemlich schwer dem mittlerweile auf Skotsh Hobby NL (Skotsh = schottisch; Hobby = Zugpferd; NL für seine Herkunft)
getauften Hengst auch so zu rufen. Seiner Mutter ich es schon längst verziehen, dass sie ihn verstoßen hatte. Baby, wie er im täglichen Umgang auch heute noch immer gerufen wird, zerbiss pro Mahlzeit wenigstens einen Sauger.

Baby am 12.12.2002

Baby mit Opa Moritz 

nach den er zum Chef frech war sucht und findet er Trost bei seinem Ziehvater

Skotsh Hobby NL entwickelte sich hervorragend!

Und seit dem 24.10.2006 ist er Wallach.

Seine ganze Geschichte finden sie hier.