| Fütterungsbedingte Gesundheitsprobleme - Vorsicht ist besser als Nachsicht | |||
| Eine unausgewogene Nährstoffversorgung oder gar eine komplett falsche Ernährung führt zu diversen gesundheitlichen Störungen. | |||
| Durchfall und Kotwasser | |||
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Abgesehen davon, dass er für das Pferd unangenehm ist und die Stallarbeit erschweren kann, ist er nicht ungefährlich. Durch den dünnen Kot wird dem Körper Wasser entzogen und das kann zur Austrocknung führen. Nur sehr wenige Pferde saufen von sich aus entsprechend mehr Wasser. Dazu kommt, dass viele Nährstoffe und Mikroorganismen mit dem Kot aus dem Körper geschwemmt werden und die Verdauung massiv beeinträchtigt wird. | ||
| Neben Erkrankungen, die nur durch einen Tierarzt behandelt werden können, gibt es eine Vielzahl weitere Möglichkeiten, wie normale Reaktionen auf natürliche Veränderungen, wie zum Beispiel der Rossedurchfall bei Fohlen. | |||
| Hat ein Pferd Durchfall hilft Fiebermessen um zu entscheiden ob der Tierarzt sofort kommen muss oder erst nach 3 Tagen benachrichtigt zu werden braucht. Denn bei einer akuten Diarrhöe, die auf eine Erkrankung hinweist, hat ein Pferd Fieber. Chronisch gewordene Durchfälle sind nur in sehr seltenen Fällen mit erhöhter Temperatur oder Fieber verbunden. Akuter Durchfall ohne Fieber hat selten einen medizinischen Hintergrund. | |||
| Stress kann, genau so wie beim Menschen, zu Durchfällen durch beschleunigte Verdauung führen. Hier gibt es nur zwei Möglichkeiten dem zu begegnen: durch sorgsames Training an solche Stress auslösende Situationen gewöhnen, ist dies nicht von Erfolg gekrönt hilft nur Stress vermeiden. | |||
| Hufrehe - oder auch Hufverschlag | |||
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Sie ist eine der klassischen Wohlstandskrankheiten des Pferdes. Es werden verschiedene Formen der Hufrehe unterschieden, je nach ihrer Ursache. Das Ergebnis ist aber immer dasselbe: Das Pferd hat große Schmerzen durch die Entzündung der Huflederhaut und der Huf nimmt häufig bleibenden Schaden. Sie befällt in der Regel die Vorderhufe, selten auch die Hinterhufe. Das größte Risiko bei einer Hufrehe sind die Hufbeinrotation und –senkung, da es im schlimmsten Fall zu einem Sohlendurchbruch führen kann. Eine gemeinsame Behandlung durch Tierarzt und Schmied (oder ähnliche Fachrichtung) ist unumgänglich. | ||
| Die Symptome einer beginnenden Rehe zu erkennen ist äußerst schwierig. Selbst einige Tierärzte erkennen sie zu Anfangs nicht sicher. | |||
| Husten - nicht zu unterschätzen | |||
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Husten wird laut neuesten Studien zu 80% durch Staub im Stall ausgelöst. | ||
| Sollte ein Pferd das Husten anfangen ist es ratsam, erst das Futter, vor allem Heu und Stroh auf Verunreinigungen (Staub) zu untersuchen. Das gilt auch für alle Krippenfutter. Minderwertiges und verunreinigtes Futter belastet die Atemwege erheblich. Ebenso wie mangelnde Hygiene im Stallmanagement. | |||
| Um Husten zu vermeiden kann das Heu vor dem Füttern ausgeschüttelt werden (natürlich fernab vom Pferd). Das gleiche gilt für Stroh und andere Einstreu. Nach Möglichkeit wird darauf verzichtet die Stallgasse zu kehren, solange Pferde im Stall sind. Früher wurde die Stallgasse erst befeuchtet, bevor gekehrt wurde. | |||
| Die größte Belastung geht von Pilzsporen aus. Und es gibt eine Vielzahl von Schimmelpilzen. Bei keinem von ihnen sind die Sporen mit bloßem Auge zu erkennen. Deshalb gilt: ist eine Stelle des Futters angegammelt , muss der ganze Sack / Ballen entsorgt werden. Ohne Ausnahme! Oft auch noch angrenzende Ballen. | |||
| Staub- und Heuallergie - meist sind die Mykotoxine Schuld | |||
| Mykotoxine sind die Gifte des Schimmelpilzes. Alleine 8 dieser Gifte kommen besonders häufig in Futtermitteln und Futterzusätzen vor, wie viele es insgesamt sind wissen selbst die Ärzte selten, denn jeder Pilz bringt eigene Gifte mit. Leider verfügen die meisten Schimmelpilze auch noch über mehrere Gifte zugleich. | |||
| Die berühmteste Mykotoxin - Vergiftung ist die Mutterkornvergiftung, auch Kribbelkrankheit genannt. | |||
| Schon vermehrtes Schnauben und leichtes Husten sollte den Pferdehalter aufmerksam machen und in Futtermitteln, Lagerräumen und überhaupt dem gesamten Stall nach möglicher Schimmelbildung suchen. | |||
| Denn wo Dreck und Staub, auch in Spinnenweben, sich breitmachen haben auch Schimmelpize ein leichtes Spiel. Ob Feuchtigkeit in Stall und Raufutterlager, beschädigte oder geöffnete Silageballen, Staunässe in und unter Schränken und Tonnen. All dies sind mögliche bis sichere Gefahrenquellen. | |||
| Weltweit sind bis zu 25 % aller Nahrungsmittel mit Mykotoxinen belastet. In Bayern wurden über einen Zeitraum von 4 Jahren Haferproben untersucht. Das Ergebnis ist ernüchternd: in 6 - 20 % wurden Fusarien nachgewiesen. In Österreich waren sogar 55 % der Getreideproben belastet. | |||
| Mykotoxine sind nichts anderes als Stoffwechselprodukte von verschiedenen Schimmelpilzen, die sich unter bestimmten Umweltbedingungen in Getreide, Saft- und Raufutter, während des Wachstums bis zur Lagerung und Verarbeitung bilden können. Pilze können sich auch erst während der Lagerung entwickeln. | |||
| Schimmelbildung wird vor allem von Temperatur, Feuchtigkeit und den ph-Wert des Ernteproduktes beeinflusst. | |||
| Je nach Art des Toxins, der Menge und des Zeitraums der Aufnahme, kommt es zu verschieden Gesundheitsstörungen. Auch die Verfassung des Individuums ist kein unerheblicher Faktor in dieser Gleichung. Ein bereits angeschlagener Organismus reagiert schneller und empfindlicher als ein Gesunder. | |||
| Mögliche Gesundheitsprobleme in Folge von Mykotoxin-Vergiftungen: | |||
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| Ein nicht erkennen kann sogar zum Tot führen. | |||
| Kolik | |||
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Kolik ist eine recht allgemeine Bezeichnung für verschiedene Formen
von Magen- und Darmerkrankungen beim Pferd.
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| Unterschieden werden: | |||
| Krampfkolik, | |||
| mit über 50 % die häufigste Kolik. Bei plötzlicher Futterumstellung, Stress, Wetterwechsel oder Aufregung kann es zu Darmkrämpfen kommen. Erst wird der Kot dünn bei starken Darmgeräuschen. Wenn da nicht schnell gehandelt wird, kommt es zum Dauerkrampf und die Verdauung zum erliegen (der Darm verstopft). | |||
| Gas-, Bläh- oder Windkoliken, | |||
| entstehen durch gärende Futter. Besonders Klee, Luzerne oder schlechtes Futter, auch zuviel Gras kann im Darm zu gären beginnen. Es entstehen vermehrt Gase, die den Darm füllen wie einen Luftballon. | |||
| Verstopfungskolik bis Darmverschluss | |||
| kann im Extremfall zur Magenüberladung führen. Hier ist schnelles handeln angesagt! Die Ursachen sind vielfältig. Sie entstehen meist durch gieriges Fressen, vor allem des Krippenfutters, aber auch des Raufutters. Zu große Portionen, quellendes Futter oder falscher Fütterungstechnik. | |||
| Dickdarmverlagerung bis -verschlingung | |||
| Das große Kolon, ein Abschnitt des Dickdarms, ist sehr beweglich und meist mit viel Gas (Abfallprodukt der Verdauung) gefüllt. Durch die Eigenbewegung kann es sich verlagern. Eine Drehung unter 90° wird wahrscheinlich nicht mal bemerkt. Zwischen 90° und 180° treten deutliche Kolikanzeichen auf. Bis 270° ist die Blutversorgung des Darms bereits deutlich beeinträchtigt. Alles was darüber hinaus geht ist gefährlich. | |||
| Muss eine Darmverschlingung operiert werden, besteht nur eine 30 %ige Chance dass das Pferd überlebt. | |||
| Magenanschoppung oder -überladungen | |||
| entstehen durch gieriges Fressen, vor allem des Krippenfutters, aber auch des Raufutters. Zu große Portionen oder quellendes Futter oder falscher Fütterungstechnik. So das es zur Magenüberfüllung kommt. | |||
| Sandkolik | |||
| kann die Folge sein, wenn Pferde auf zu kurz gefressenen Weiden stehen. Sie werden zwangsläufig vermehrt Sand und Erde fressen. Diese lagern sich in der Blinddarmspitze ab. Das Gewicht wird die Darmperistaltik (Darmbewegung) beeinträchtigen und bei größeren Mengen auch zu Verstopfungsanzeichen führen. Sandkoliken treten häufig in Verbindung mit Raufutterunterversorgung auf. | |||
| Unerklärliches Koliken (meist Krampf- oder Sandkoliken) | |||
| eines äußerlich kerngesund scheinenden Pferdes, bei dem die Haltung stimmt und keine Fütterungsfehler vorliegen, können durch Tumore, Melanome oder Geschwüre ausgelöst werden. Dasselbe gilt für Stress. | |||
| Kreuzverschlag - auch Feiertags-Krankheit genannt | |||
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ist eine Verkrampfung der Muskulatur, meist der Hinterhand kann aber auch nahezu alle weiteren Skelettmuskeln betreffen. Sie entsteht bei plötzlicher Leistungsforderung, wenn das Pferd zuvor mehrere Tage keinerlei Bewegung hatte. Oder wenn Pferde, die auf Leistung gefüttert werden, plötzlich keine erbringen müssen, ohne dass die Fütterung angepasst wurde. Die Nieren- und Kruppenpartie wirkt in vielen Fällen steil abfallend. | ||
| Eine ähnliche Variante, die oft Folge des nicht oder erst spät erkannten Kreuzverschlages ist, ist der Nierenverschlag (Lumbago). Sie äußert sich durch dunklen (blutig wirkenden) Urin. Wenn Pferde über längere Zeit Festgelegen haben erkranken sie häufig an Lumbago und werden nur selten gerettet. | |||
| Ganz selten ist Windverschlag. Der tritt auf, wenn ein nasses Pferd ungünstig in Zugluft gestanden hat. Er ist aber nie so drastisch wie Kreuzverschlag, im Anfangsstadium aber fast nicht zu unterscheiden. | |||
| Eine sehr seltene Variante des Kreuzverschlags entsteht, wenn Pferde über längeren Zeitraum (einige Tage) nicht genügend Wasser aufnehmen. Beginnen sie nun zu schwitzen, oder bekommen einen fiebrigen Infekt, selbst Aufregung oder Stress können ausreichen, um durch leichte Dehydration und Elektrolytemangel eine Muskelübersäuerung zu produzieren. Und schon ist ein sekundärer Kreuzverschlag entstanden. Diese Variante steht in enger Verbindung mit der Lumbago, da durch den Wassermangel auch die Niere nicht mehr volle Leistung bringen kann. | |||
| Bei jedem Verschlag darf das Pferd nicht mehr bewegt werden und sollte warm gehalten (eingedeckt) werden. An warmen Tagen reicht es auch den Körper zugfrei in die Sonne zu stellen, den Kopf aber im Schatten zu halten. Ein hinlegen ist nach Möglichkeit zu vermeiden. Der Tierarzt ist sofort zu benachrichtigen. | |||
| Mauke - Fesselbeugenentzündung / Raspe | |||
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Die Hauptursache liegt in mangelhafter Stall- und Weidehygiene, ständiger Nässe und chemischen Rückständen (an Pflanzen, im Boden, im Schnee) oder ungepflegter Ausrüstung. Durch unangepasste Fütterung kann sie verstärkt, manchmal sogar ausgelöst, werden. Sie kann auch als Folge einer Verletzung entstehen. | ||
| Sie kann sich zu Raspe weiter entwickeln. Dabei erstreckt sich die Entzündung die Beine hoch bis zum Körper. Es können nur wenige kleine Stellen oder auch große, mehr oder minder zusammenhängende Flächen betroffen sein. Raspe tritt nicht unbedingt in Verbindung mit Mauke auf. | |||
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Eine Behandlung durch den Tierarzt ist sinnvoll.
Unbehandelt kann Mauke oder Raspe dramatische Ausmaße erreichen. |
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| Entgegen neuerdings auftretenden Meinungen ist Mauke nicht ansteckend! Es sei denn, es handelt sich um eine bakterielle oder parasitäre Entzündung. | |||
| Schlundverstopfung | |||
| Hier fehlt uns leider ein brauchbares Bild. Über eine Zurverfühgungstellung wären wir sehr dankbar. |
Wie der Name schon sagt, verstopft die Speiseröhre. Das kann
unterschiedliche Ursachen haben.
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| Frisst das Pferd trotz einer Blockade des Schlunds weiter, bleibet auch dieses Futter hängen und kann im in sehr schlimmen Fällen durch den Rückstau oder abhusten sogar in die Luftröhre geraten. | |||
| Hatte ein Pferd schon öfter Schlundverstopfungen, und wurde wohlmöglich mit einer Nasen – Schlund – Sonde von seinem Übel befreit, neigt es in der Regel von da an öfter zu Schlundverstopfungen, da die Speiseröhre Verletzungen erlitten haben könnte und sich an der Stelle Narbengewebe gebildet hat und so das Schlucken beeinträchtigt. | |||
| Das schlimme an Schlundverstopfungen ist, das Pferde nicht Kotzen können. | |||
| Der Schlund des Pferdes ist von vielen Ringmuskeln umgeben. Jeder einzelne schiebt das Futter ein Stückchen weiter. Aber alle funktionieren nur in eine Richtung, nämlich vom Maul zum Magen. | |||
| Wenn nun etwas den Schlund verstopft, beginnt die Umgebung anzuschwellen. Das kann soweit führen das die Luftröhre ebenfalls zugedrückt werden kann. | |||
| Deshalb schon bei Verdacht auf Schlundverstopfung sofort den Tierarzt rufen. Hier geht es oft um wenige Minuten. Bis dahin dem Pferd alles Fressbare wegnehmen. Auch saufen darf es nicht, denn das Wasser wird sich zurück stauen und kann in die Lunge laufen. | |||
| Sommerekzem | |||
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Das Sommerekzem ist mehr als nur eine empfindliche bis allergische
Reaktion auf Insektenstiche (Kriebelmücke und Gnitze). Sie ist in den meisten
Fällen mit einem gestörten Spurenelementhaushalt verbunden. Dadurch
entstehen Hautstoffwechselstörungen, manchmal macht auch die
Verdauung Probleme.
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| Der Auslöser ist der Speichel der Gnitzen / Kriebelmücken, selten ist es wirklich nur dieser, sondern eine Verkettung verschiedenster Reize. Sie reichen von genetisch bedingten Stoffwechselstörungen, über Kontaktallergien und Haltungsproblemen bis zu Futterunverträglichkeit. | |||
| Man unterscheidet drei Formen: die dorsale, die ventrale und die dorsoventrale Form. Bei der dorsalen Form sind Kopf, Ohren, Rückenlinie und Schweifrübe betroffen. | |||
| Bei der ventralen Form sind die Bauchmitte, die Achseln, Schenkelinnenseiten, Brustkorb und Kehlgang betroffen und bei der dorsoventralen Form können alle genannten Bereiche betroffen sein. | |||
| Meist beginnt es mit Schuppenbildung und Juckreiz. Die Schuppen gehen in Borken und Krusten über, es kommt zum Haarausfall, die Haut erscheint verdickt, gefältelt und trocken. Mähne und Schweifrübe bestehen oft nur noch aus Haarstoppeln, meist entwickelt sich ein unstillbarer Juckreiz mit Blutigscheuern der betroffenen Hautpartien, die sich dann auch sekundär infizieren können. | |||
| Zur Erklärung für Laien ist der Vergleich mit Neurodermitis zum Verständnis hilfreich. | |||
| Botulismus | |||
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Der Botulismuserreger, Clostridium botulinum, ist eigentlich ein harmloser Erdbewohner, der aber in proteinreicher Umgebung ohne Sauerstoff bei einer Temperatur von 15 – 35 ° Celsius ein tödliches Nervengift entwickeln kann. Er kommt häufig in minderwertiger Silage vor, kann aber auch durch Mist, besonders Hühnermist über die Ackerdüngung ins Futter gelangen. Lagert das Futter unter für die Clostridien günstigen Bedingungen können auch Getreide- und Pelletfutter zur Gefahr werden. Unter entsprechenden, wenn auch sehr seltenen, Umständen wird sogar Heu gefährlich. Nämlich dann wenn Tiere mit eingepresst wurden, so wie der Igel (Bild), der nur entdeckt wurde weil er zerschlagen in zwei Ballen auftauchte. | ||
| Hyperlipämie | |||
| Wenn Pferde plötzlich weniger Futter erhalten als sie es gewohnt sind, kann es zu Hyperlipämie kommen. Das heißt, dass der Körper als Fette gespeicherte Eiweißreserven angreift und schneller abbaut, als der Körper es verstoffwechseln kann. | |||
| Das führt zu Überlastung der Leber und gleichzeitiger toxischer Belastung des Darms durch absterbende Mikroorganismen. Dazu steigt die Gefahr einer Nierenschwäche und der Herzmuskelverfettung. | |||
| Im *leichten* Fall kommt es zur Toxischen Hufrehe. Im schlimmsten zum Tot des Pferdes. | |||
| Werden Futterwechsel langsam und mit Sinn und Verstand durchgeführt, bzw. Futterentzug nach OP oder Krankheit unter strenger Beobachtung und Überwachung durchgeführt, ist das Risiko der Hyperlipämie gering(er). | |||
| Müllereikrankheit | |||
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Als die Pferde noch in der Landwirtschaft voll genutzt wurden, bekamen die Arbeitspferde bei Haferknappheit Weizenkleie. | ||
| Durch den hohen Phosphorgehalt bei erheblich zuwenig Calcium bekamen die Rösser mürbe und weiche Knochen. Dadurch steigt die Gefahr von Knochbrüchen ungemein an. Sie begünstigt auch andere degenerative Skelettveränderungen (Senkrücken / Fehlstellungen). | |||
| Siehe dazu auch Beispiel Ajax. | |||
| Darmsteine | |||
| Durch eine langfristige Überversorgung mit Proteinen, Phosphor und Magnesium bilden sich Darmsteine. Die Gefahr ist besonders groß, bei einer Eiweißreichen Grundfütterung und zusätzlicher Kleiegabe. (Müllereikrankheit) | |||
| Magengeschwüre - häufiger als man denkt | |||
| Die meisten Magengeschwüre bei Pferden sind angefüttert. Aber auch Stress kann der Auslöser sein. Oft ist er zumindest ein Verstärker. | |||
| In 80 % der Fällen wird der Grundstein zum Magengeschwür bereits beim (abrupten) Absetzten des Fohlens gelegt. Das gilt sowohl für Stute als auch Fohlen! | |||
| Gift bei Magengeschwüren sind folglich Stress und groß portionierte Getreidefütterung. Besonders Getreide mit schlechter Verdaulichkeit sollten gemieden werden. Das gilt auch für Nassgrassilagen, da hohen Konzentrationen an Säuerungsstoffen die gereizten und geschädigten Schleimhäute weiter reizen. | |||
| Am besten geeignet ist weicheres Heu (Schnittzeitpunkt: Mitte der Blüte). Aber trockenere Anwelk- oder Heulage geht auch. | |||
| Chips und Mäuse - nicht nur am PC | |||
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Osteochondrosis dissecans (OCD) wie diese Gelenkskörper medizinisch benannt werden, sind auch im Pferdestall ständig ein Thema. | ||
| Ein Chip liegt unbeweglich am gleichen Platz. Ist dieser dicht an der Gelenkkapsel verursacht er meist keine Probleme. In der Mitte des Gelenkes hingegen verursacht er Lahmheiten und Schmerzen. | |||
| Eine Gelenkmaus ist ein beweglicher Chip. Sie wandert im Gelenk hin und her. So kommt es mal zu Lahmheiten und Schmerzen, oder auch nicht. | |||
| Die Veranlagung zu OCD ist erblich. Unter welchen Voraussetzungen es ausbricht ist vielseitig. | |||
| Der Grundstein wird unter Umständen bereits einige Zeit nach der Bedeckung der Stute gelegt. Nämlich dann, wenn die Mutterstute nicht mit allem versorgt wird, was den veränderten und sich weiter ändernden Ansprüchen in der Trächtigkeit von Nöten ist. Dasselbe gilt für die Säugephase. Haltungs- und Ernährungsfehler werden sich rächen. | |||
| An die Ernährung des Fohlen vor dem Absetzen wird kaum ein Gedanke verschwendet. Das ist ein weiterer Punkt zur Begünstigung von OCD. Bewegungs- und Ernährungsmängel, bzw. schon kurzfristige Extrembewegungen oder Überversorgungen schädigen die empfindlichen Knochen von Fohlen nachhaltig. | |||
| Besonders häufig betroffen sind schnell wachsende und mastige Fohlen. | |||
| Bei Pferden in der Ausbildung oder danach kommt es zu Chips durch Fehl- und Überbelastungen, mangelnde Aufwärm- und Lösungsphasen und wieder durch unausgewogene oder nicht angepasste Fütterung. Meist kommen mehrere Faktoren zusammen. | |||
| Schadensbeseitigung kann und darf nicht das Mittel der Wahl sein. | |||
| Equines Metabolisches Syndrom (EMS) - Peripheres Cushing | |||
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Ernährungsfehler sind, laut aktueller Studien, ursächlich für EMS. | ||
| Werden Pferde über Jahre hinweg mit übermäßigen Kohlenhydraten (Stärke und Zucker (u. a. Fruktan)), die besonders in Kraftfuttern und Gras zu finden sind, versorgt, wird ihr Stoffwechsel aus der Bahn geworfen. | |||
| Es entstehen diabetesähnliche Symptome; Insulinresistenz und Glukoseintoleranz (Traubenzuckerunverträglichkeit). Das Risiko an EMS zu erkranken ist für fettleibige Pferde ungleich höher, als für Tiere in optimaler Körperkondition. | |||
| Wenn ein Pferd über längeren Zeitraum mehr Glukose und Stärke aufnimmt, als es in seinem jeweiligen Bedarf benötigt, wird die überschüssige Energie in Form von Fett eingelagert. Neben dem Bauchfettgewebe stehen beim Pferd vor allem die Fettdepots an Schulter, Hals und Kruppe, sowie vor dem Schlauch / Euter im Verdacht durch eine spezielles Enzym hormonell aktiv zu werden und beginnen Kortison in Kortisol umzuwandeln, was dem in der Bauchspeicheldrüse produzierten Insulin entgegen wirkt und so zur Insulinresistenz führt. Das ist durch erhöhte Insulinwerte im Blut nachweisbar. | |||
| Zusätzlich verringert das Kortisol die Aufnahme zirkulierender Blutglukose durch die Skelettmuskulatur, was zu Muskelgewebeschäden führt. Erkennbar am erhöhten CK-Wert im Blutbild, besonders bei Hufrehe-Pferden. | |||
| Normal verringert Insulin die Blutglukose, hemmt den Appetit und so die Entwicklung der Fettleibigkeit. Ist durch Kortisol diese Funktion blockiert kommt es zu Glukoseintoleranz, woraus sich peripheres Cushing mit Hufrehe, Herz-Kreislaufstörungen und Artherosklerosen entwickeln. Zusätzlich kommt es zu Leber- und Nierenschäden. | |||
| Jedes Pferd, das über Jahre falsch gefüttert wurde unterliegt der Gefahr an EMS zu erkranken. Kommen noch Haltungsdefizite wie Bewegungsmangel dazu steigt die Möglichkeit der Erkrankung weiter an. | |||
| Aus dem Equines Metabolisches Syndrom kann auch das Equines Cushing Syndrom werden! | |||
| Die Einzige Möglichkeit dem entgegen zu steuern ist eine optimal ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung. Nicht nur zum Abspecken, sondern auch darüber hinaus um eine normale Körperkondition zu erhalten. Und das von der Aufzucht an. | |||
| Weitere Krankheiten die heute immer wieder Fragen aufwerfen und durch eine optimale Ernährung zumindest eine Symptomverbesserung und dadurch eine gesteigerte Lebensqualität bedeuten. | |||
| Spätestens in der Rekonvalszens ist die optimale Fütterung angesagt. | |||
| Equines Cushing Syndrom (ECS) - Morbus Cushing - Hypophysäres Cushing (PDCD) | |||
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Bei ECS handelt es sich um eine schwere Stoffwechselstörung. Zelltypen, die damit eigentlich gar nichts zu tun haben, beginnen das Hormon ACTH zu produzieren. ACTH wiederum kurbelt in der Nebennierenrinde die Produktion des Hormons Kortisol an, dass benötigt wird um in Stress – Situationen Energiereserven zu mobilisieren. Bei ECS geraten diese Produktionen aus dem Gleis. Die ACTH produzierenden Zellen sind vergrößert, produzieren zu viel und können zu Tumoren entarten. Wie es dazu kommt ist rätselhaft. Eine sichere Diagnose bietet ein Blutbild mit ACTH-Test. Dieser Test ist am aussagekräftigsten in der kalten Jahreszeit. | ||
| Das Übermaß an Kortisol schwächt das Immunsystem und stört den Proteinstoff-wechsel, was wiederum zu Muskelschwund führt. Die Insulin – Produktion wird gedrosselt und der Blutzuckerspiegel steigt, weshalb viele Cushing Pferde übermäßig saufen. Das führt natürlich wieder zu häufigem Stallen. | |||
| Aber nicht alle Pferde haben tatsächlich zu viel Kortisol im Blut. Bei einigen steigt die morgendliche Produktion normal an, senkt sich zum Abend aber nicht ab. | |||
| Wie es zum Hirsutismus (Langhaarigkeit) kommt ist noch nicht geklärt, aber man vermutet, dass der Tumor der Hirnanhangdrüse auf den Hypothalamus drückt, der die Körpertemperatur regelt und so die übermäßige Fellproduktion startet. Weitere Auslöser werden vermutet. | |||
| Andere Symptome sind immer wiederkehrende leichte Reheschübe, Senkrücken und Hängebäuche (durch Muskelschwund oder –schwäche), unerklärliches Abmagern obwohl reichlich gefressen wird und seltsame Fett-einlagerungen (besonders an Widerrist und Kruppe und über den Augen). Bei Hengsten und Stuten sind Fruchtbarkeitsprobleme nicht selten. Stuten können auch ohne Fohlen Milch haben. Manchmal äußert sich ECS auch als vermeintlicher Kreislauf – Kollaps. Das Pferd bricht plötzlich zusammen und steht kurz darauf wieder auf, als sein nichts passiert. Cushing Pferde wirken häufig apathisch und ermüden schnell. Sie schwitzen stark, meist nur an einzelnen Körperstellen. | |||
| Von dieser Krankheit sind zumeist Pferde über 20 Jahre betroffen, es ist aber auch bei Pferden ab 12 Jahren und jünger bereits möglich, besonders wenn es aus dem Equines Metabolisches Syndrom entstand. | |||
| Die geschwächte Immunabwehr beschert ECS – Patienten eine große Anfälligkeit für vielerlei Infektionen, Wunden heilen langsamer und Endoparasiten breiten sich rasanter aus, besonders Strogyliden (Palisadenwurm). | |||
| Ein anderer Auslöser kann eine Therapie mit hochdosierten Glucocorticoiden sein. Das wird zur Behandlung von Sommerekzemen und Atemwegsproblemen eingesetzt. | |||
| Borreliose - Syphilis des Waldes | |||
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Borrelien sind Bakterien, die von Zecken übertragen werden. | ||
| Da sich die übertragenden Zecken fleißig verbreiten, steht die Change, dass bei einem Pferd, das schon mal auf der Weide oder im Wald war und einen Zeckenbiss hatte, zu etwa 80 % entsprechende Antikörper nachgewiesen werden können. Das heißt noch lange nicht, dass es auch Borreliose hat. | |||
| Borrelien wurden allerdings auch in Mücken und Fliegen nachgewiesen. Dasselbe gilt für Biestmilch und Urin von Hunden, Rindern und Mäusen. Auch über Körpersäfte und Plazenta ist die Übertragung dieser Bakterien Möglich. Beobachtet wurde die klinische Übertragung bei Rindern, Pferden und Hunden. (Quelle: Dr. Dr. Peter Schneider) | |||
| Die Symptome sind sehr unterschiedlich und ausgesprochen vielfältig. Sie können, müssen aber nicht, gemeinsam auftreten. Sollte einem ein Pferd mit ständig wechselnden kleinen Infektionen und anderen Erkrankungen auffallen ist eine Untersuchung auf Borreliose immer ratsam, besonders wenn sie sich nicht therapieren lassen. | |||
| Mögliche Syntome: | |||
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| Hufrolle - hat jedes Pferd | |||
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Anders sieht es beim Hufrollensyndrom aus, dass mal sehr stiefkindhaft für alle nicht genau klärbaren Lahmheiten unterhalb des Fesselgelenkes her halten musste. Seit der erheblich genaueren Diagnosemöglichkeiten mit Röntgen, Ultraschall, Szintigrafie, Kernspintomografie, Thermofotographie und Computertomographie wird wesentlich differenzierter unterschieden. Wenn der Tierarzt Hufrolle diagnostiziert ist auf alle Fälle zu hinterfragen, was genau vorliegt und betroffen ist. | ||
| Entzündung der / des | Veränderung der / des | ||
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| Weil das Hufrollensyndrom eine schleichende Erkrankung ist und leider viel zu oft erst entdeckt wird, wenn es bereits chronisch ist, bedeutet es noch immer viel zu oft die Unreitbarkeit des Pferdes. Dabei muss das nicht so sein. Früh entdeckt und behandelt kann ein Pferd mit Hufrollensyndrom noch gut und lange Leben und auch als mäßig genutztes Reitpferd dienen. Ein Einsatz als Springpferd oder Dressurpferd in höheren Klassen ist nicht immer mehr möglich, aber für entspannende Ritte im Gelände öfter als manch einer glaubt. | |||
| Neben der frühzeitigen Entdeckung der Problematik ist auch die Ursache, oder viel mehr sind die Ursachen ausschlaggebend. | |||
| mögliche Ursachen | |||
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| Nur eine frühzeitige Erkennung im Verhalten und Bewegungsablauf gewährleistest auch eine frühzeitige korrekte Diagnose. | |||
| Nach der Diagnose ist die sofortige, holistische (gemeinschaftliche) Behandlung des Pferdes mit allen zur Verfügung stehenden Fachrichtungen nötig. | |||
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| weitere Unterstützung durch Haltungs- und Ernährungsoptimierung. | |||
| Wurmbefall - ist in jeder Pferdehaltung ein Problem! | ||
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Parasiten schädigen nicht nur den befallenen Bereich, wie Magen, Darm, Lunge, Leber und Blutgefäße, sondern belasten den gesamten Körper. Sie schwächen das Immunsystem so, dass auch andere Infektionen sich leichter ausbreiten können. Sie mindern die Leistungsfähigkeit und können Pferde sogar töten. | |
| Die Höhe des Infektionsdruckes hängt von der Haltungsform, der Bestandsdicht, der Bestandsfluktuation, der Hygiene und den Vorsorgemaßnahmen ab. Auch das Alter der Tiere spielt eine Rolle. Besonders Saugfohlen, werden in erster Linie mit dem Zwergfadenwurm, über die Stutenmilch, infiziert. Aber auch Spulwurmbefall ist sehr häufig, besonders bei jungen Pferden, aber auch bei älteren. | ||
| Ein Wurmbefall wird meist nicht erkannt, da sichtbare Symptome oft erst mit erheblicher Verseuchung verbunden sind. Den größten Schaden richten die Jungstadien der Rundwürmer an. Rundwürmer sind: Blutwurm, Palisadenwurm, Spulwurm, Lungenwurm, Magenfadenwurm, Pfriemenschwanz und Zwergfadenwurm. | ||
| In einer Stallhaltung ist die Infektionsgefahr für Pferde mit Palisaden- und Zwergfadenwürmern möglich, aber erheblich geringer als mit Pfriemenschwänzen, Rollschwänzen und Spulwürmern. | ||
| Eine Weide bietet eine Infektionsmöglichkeit mit Palisaden-, Band- und Spulwürmern. Die Gefahr von Magendasseln und Leberegeln besteht ebenfalls. Der Lungenwurm wird, genau wie in der Stallhaltung, fast ausschließlich über die gemeinsame Haltung mit Eseln verbreitet. Allerdings erkranken Pferde erheblich heftiger als Esel. | ||
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Ist eine Kotprobe o. B. (ohne Befund), heißt das leider noch längst
nicht, dass das Pferd keine Endoparasieten hat. Es bedeutet lediglich,
dass sie in diesem Stadium n. n. (nicht nachweisbar) sind.
Siehe auch Beispiel Svejk |